Immobilienfinanzierung

Wer ein Haus bauen oder kaufen möchte oder auch eine Wohnung erwerben möchte, braucht auf einen Schlag sehr viel Geld. Wer dieses nicht hat, weil er beispielsweise viel gespart oder geerbt hat, benötigt für die Verwirklichung des Traums vom Eigenheim einen Kredit von einer Bank. Natürlich reicht hier der klassische Privatkredit nicht aus, weil die benötigte Summe viel höher ist und demnach auch die Kreditlaufzeit. Aus diesem Grund gibt es für die Realisierung von Baufinanzierungen spezielle Kredite, die alle unter dem Begriff Immobilienfinanzierung zusammengefasst sind. Aufgrund der hohen Kreditsummen und der anderen Art der Besicherung des Baukredites sind die Zinskonditionen hier nicht mit denen eines normalen Privatkredites vergleichbar. Baufinanzierungen können je nach Bedarf über zwei Jahrzehnte laufen. Ausschlaggebend für die Laufzeit sind neben der Kreditsumme auch der Tilgungssatz und die Zinsbindungsfrist. Immobilienfinanzierungen werden nach anderen Kriterien vergeben als Privatkredite. Das verfügbare Haushaltsnettoeinkommen muss in aller Regel um einiges höher sein, damit die Kreditraten auch bedient werden können. Auch spielt das Alter des Kreditantragstellers eine große Rolle, denn allerspätestens bis zum Rentenbeginn sollte die Immobilie abbezahlt sein. Wer von einer Bank eine Immobilienfinanzierung haben möchte muss auch wissen, dass Banken nicht jegliche Arten von Immobilien finanzieren. Es muss sich für die Bank schon irgendwie lohnen, wenn sie ein bestimmtes Objekt finanzieren soll. Kann der Kreditnehmer seine Kreditverpflichtungen irgendwann einmal nicht mehr nachkommen, muss das Objekt verkauft oder gar zwangsversteigert werden, damit die finanzierende Bank ihr Geld wieder zurückbekommt. Dies ist auch der Grund, weshalb Banken ein Objekt im Rahmen einer Immobilienfinanzierung nicht zu 100% des Kaufpreises finanziert, sondern nur bis zur Beleihungsgrenze von 60% des Kaufpreises. In Ausnahmen und bei sehr guter Kundenbonität auch bis 80% oder gar 110% wenn es an Eigenkapital fehlt. In der Regel liegt die Finanzierungsgrenze aber bei 60% und dies hat einen bestimmten Grund: müsste die Immobilie zwangsversteigert werden, liegt der Verkaufserlös meist zumindest bei diesen 60% des ursprünglichen Kaufpreises und somit hätte die Bank zumindest den Nettokreditbetrag ohne Zinsen wieder zurück und der wirtschaftliche Schaden lässt sich somit eher kalkulieren und begrenzen als bei einer 80%-Finanzierung, 100%Finanzierung oder gar 110%-Finanzierung. Wer eine Immobilie finanzieren möchte und einen günstigen Zinssatz haben will, sollte somit im Idealfall 40% Eigenkapital zzgl. 6% für die Kaufnebenkosten mitbringen. Wird das Kaufobjekt über einen Makler erworben, liegen die Kaufnebenkosten sogar bei 10%.

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